Schließtage

Ein Dauerbrenner unter den vielen Anfragen von Eltern und Elternbeiräten ist immer wieder der Umgang mit Schließtagen. Aus diesem Grunde möchten wir noch einmal erläutern, welchen Rahmen das KiBiz zu diesem  Thema vorgibt.

§13e KiBiz – Öffnungzeiten und Schließtage

Der Begriff der Schließtage wird aus Elternsicht verstanden. Als Schließtage gelten alle Wochentage (Montag bis Freitag), an welchen die Tageseinrichtung ganz oder teilweise geschlossen ist. Gesetzliche Feiertage sind hiervon ausgenommen. Schließtage können aufgeteilt werden. Halbe Tage, gelten als halbe Schließtage. Es ist hierbei nicht relevant, ob die Einrichtung aufgrund von Brauchtumstagen oder Konzeptionstagen geschlossen ist. Zum Beispiel handelt es sich bei Heiligabend, Silvester oder Rosenmontag um keine Feiertage. Jedoch sind die meisten Einrichtungen an diesen Tagen geschlossen.

Missverständnisse bestehen oftmals bereits beim Zeitraum. Denn hier gilt nicht das Kindergartenjahr (August bis Juli), sondern das Kalenderjahr (Januar bis Dezember).

Bei der Obergrenze der jährlichen Schließtage gibt das KiBiz der Tageseinrichtung einen Spielraum. Grundsätzlich sind alle Tageseinrichtungen aufgefordert, 20 Schließtage nicht zu überschreiten. Die maximale Anzahl der jährlichen Schließtage wurde im KiBiz auf 30 Tage festgelegt.

Tage, an welchen die Einrichtung eine Notbetreuung anbietet, gelten nicht als Schließtage.

Eine Besonderheit im Umgang mit Schließtagen während der Ferien liegt bei den kommunalen Trägern vor. Im Gegensatz zu freien Trägern sind kommunale Betreiber zusätzlich zum §13e des KiBiz an § 22a Absatz 3 Satz 2 SGB VIII gebunden. Sollte es Eltern nicht möglich sein, die Betreuung des Nachwuchses zu gewährleisten, so hat der Träger eine anderweitige Betreuungsmöglichkeit sicherzustellen.

Ihr JAEB Sankt Augustin

 

Informationsveranstaltung für Neubau Kita in Niederpleis

Sankt Augustin – Die Stadt Sankt Augustin beabsichtigt im Stadtteil Niederpleis auf einem städtischen Grundstück am Kreisverkehr Pleistalstraße/Hauptstraße eine viergruppige Kindertageseinrichtung (Kita) zu bauen. Außerdem sollen in dem neuen Gebäude vier Einzelappartements für betreutes Wohnen junger Erwachsener entstehen. In einer Bürgerinformationsveranstaltung am Montag, 26. Februar 2018, 20 Uhr im Pfarrsaal der katholischen St. Martinus Kirchengemeinde, Alte Marktstraße wird die Stadtverwaltung die Pläne der Öffentlichkeit vorstellen und mögliche Fragen beantworten.

Die Kitaausbauplanung sieht für Niederpleis den Neubau einer viergruppigen Einrichtung vor, die Kinder im Alter von 4 Monaten bis zum Schuleintritt fördert. Eine Vorlaufeinrichtung wurde bereits im Sommer 2016 in den ehemaligen Räumen der Grundschule Niederpleis in Trägerschaft der Kinderzentren Kunterbunt eingerichtet. Aufgrund der dichten Wohnbebauung und der vielen geschützten Grünflächen, war die Standortsuche für einen Neubau eine große Herausforderung. Nach intensiver Prüfung infrage kommender Standorte und Grundstücke, beabsichtigt die Stadt Sankt Augustin nun auf dem städtischen Grundstück Hauptstraße/Ecke Pleistalstraße einen Neubau zu errichten.

In dem zweigeschossigen Gebäude, nebst Staffelgeschoss, soll im ersten und zweiten Geschoss die Kita untergebracht werden. Im Staffelgeschoss können vier Einzelappartements für betreutes Wohnen junger Erwachsener im Rahmen der Jugendhilfe entstehen. Beide Einrichtungen erhalten getrennte Zugänge. Das Außengelände steht der Kita vollständig zur Verfügung.

Quelle: Pressetext Stadt Sankt Augustin

Meldepflichten und Wiederzulassungsrichtlinien nach ansteckenden Krankheiten

Nach unserem ersten Beitrag zum Thema Krankheiten im Januar wollten wir es noch mal genauer wissen und haben die Stadt Sankt Augustin um eine Stellungnahme gebeten.

In der Antwort wurden wir auf den § 34 des Infektionsschutzgesetzes hingewiesen. Dieser regelt klar, wie mit Meldepflichten und Wiederzulassungen nach ansteckenden Krankheiten zu verfahren ist.

Als Grundsatzparagraph für den Infektionsschutz in Gemeinschaftseinrichtungen gilt der § 34 des Infektionsschutzgesetzes (IfSG). In diesem werden viele ansteckende Erkrankungen aufgelistet, von denen die fett gedruckten in Kindertagesstätten oder in der Kindertagespflege wahrscheinlich häufiger zum Tragen kommen:

  • Cholera
  • Diphtherie
  • Enteritis furch E. coli
  • virusbedingtes hämorrhagisches Fieber
  • Haemophilus influenza Typ b-Meningitis
  • Impetigo contagiosa (ansteckende Borkenflechte)
  • Keuchhusten
  • ansteckungsfähige Lungentuberkulose
  • Masern
  • Meningokokken-Infektionen
  • Mumps
  • Paratyphus
  • Typhus
  • Pest
  • Poliomyelitis
  • Scabies (Krätze)
  • Scharlach oder sonstige Streptococcus pyogenes-Infektionen
  • Shigellose
  • Typhus abdominalis
  • Virushepatitis A oder E
  • Windpocken.

Das Gesetz führt aus, dass Personen, die an diesen Krankheiten „erkrankt oder dessen verdächtig oder verlaust sind,… in Gemeinschaftseinrichtungen keine Lehr-, Erziehungs-, Aufsichts- oder sonstige Tätigkeiten ausüben dürfen, bei denen sie Kontakt zu den dort Betreuten haben.“

Dies gilt solange, „bis nach ärztlichem Urteil eine Weiterverbreitung der Krankheit oder der Verlausung durch sie nicht mehr zu befürchten“ ist.

Entsprechendes gilt „für die in der Gemeinschaftseinrichtung Betreuten“, darüber hinaus auch für „Kinder, die das 6. Lebensjahr noch nicht vollendet haben und an infektiöser Gastroenteritis erkrankt oder dessen verdächtig sind“ , also Symptome eines vermutlich ansteckenden Brechdurchfalls haben, unabhängig davon, ob der Erreger (schon) bekannt ist.

Sollten Eltern die Tageseinrichtung mit einer der aufgelisteten Diagnosen konfrontieren („der Kinderarzt hat gesagt, mein Kind habe Keuchhusten“), so muss diese tätig werden.

Im Rahmen der Melde- und Mitwirkungspflicht sind Leiter bzw. Träger der Einrichtungen verpflichtet, das örtliche Gesundheitsamt darüber zu informieren. In Abhängigkeit von der Erkrankung werden nötigenfalls weitere Maßnahmen veranlasst, die über die Besuchsverbote oder vorübergehende Tätigkeitsverbote von Mitarbeitern hinausgehen.

All diese Maßnahmen dienen nicht nur dem Schutz des betroffenen Kindes, sondern sollen vor allem dazu beitragen, eine Weiterverbreitung des Erregers einzudämmen. Die Menschen, die dem Infektionsrisiko passiv ausgesetzt sind, sollen nach Möglichkeit nicht selbst erkranken und auch nicht weitere Personen im beruflichen oder häuslichen Umfeld anstecken.

Weiterführend ein Link zur Seite des Robert Koch Institutes:

https://www.rki.de

Ihr JAEB Sankt Augustin